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ÖSTERREICHISCHES WALDGARTEN-INSTITUT Erforschung von Waldgärten in den gemäßigten Breiten

Besuchen Sie uns in Messehalle 4 / Stand 400

In den 1990er Jahren begann Hans Hermann Gruber nach den Prinzipien der Permakultur und nach dem Vorbild des Engländers Robert Hart, am Gelände der Kleinstlandwirtschaft Weberhaus am Stadtrand von Wels, einen Waldgarten anzulegen. Mittlerweile ist der Waldgarten ein einzigartiges Beispiel im gemäßigten, kontinentalen Klima mit seiner hohen Biodiversität und immer wieder Ziel von Exkursionen Interessierter und Projektarbeiten von Studenten. Seit dem ersten Permakultur-Designkurs im Jahr 2007 mit dem Austro-Neuseeländer Joe Polaischer, ist die Kleinstlandwirtschaft Lernort für Permakultur.

Um den Fortbestand des Waldgarten zu sichern und ihn einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, gründete Bernhard Gruber, Permakultur-Aktivist und Buchautor das Österreichische Waldgarten-Institut. Das Österreichische Waldgarten-Institut soll zum Ort der Bildung, der Forschung und des Austausches über den Waldgarten und seine Produkte werden. Es git Vorträge, Seminare und Lehrgänge zu Themen wie Waldgarten, Agroforst, Bodenaufbau, Permakultur-Konzept, Naturheilkunde, Bauen mit natürlichen Baustoffen, Verarbeitung von Produkten udgl.

Waldgarten – der arrangierte Garten für den modernen Jäger und Sammler

Zentraler Punkt des Waldgarten ist das Leben in und mit der Natur. Wohn- und Lebensraum stellt einen fließenden Übergang dar. Das Bauwerk errichtet aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz oder Stroh und Naturbaustoffen wie Lehm, Sand und Steine, welche im oder um den Waldgarten zu finden sind. Obstbäume, Beerensträucher und Kräuter liefern einen Beitrag zur gesunden Ernährung seiner Bewohner.

Waldgärten sind in den verschiedensten Kulturkreisen als Notwendigkeit und Überlebensstrategie entstanden. Bekannt sind Waldgärten hauptsächlich aus Ländern wie Nikaragua, Indien, Srilanka, Vietnam, Nigeria, Kongo und Tansania. Durch selektiven Eingriff in die Natur wurde nach dem Vorbild des tropischen Regenwaldes ein ausdauerndes Lebensumfeld geschaffen. Waldgärten beanspruchen durch seine Etagenwirtschaft in hoher Biodiversität mit ausdauernden Pflanzen wenig Fläche.

In einem Waldgarten geht es grundsätzlich darum, auf kleiner Fläche alles Lebensnotwendige zu produzieren: Lebensmittel, Viehfutter, Medizin, Energieholz und Bauholz. Waldgärten sind auf lange Sicht tragfähig, sie verschmutzen nicht und beuten auch den Boden nicht aus. Seit einigen Jahrzehnten gibt es in den gemäßigten Breiten das Bestreben, auf das Klima und den Boden angepasste Waldgärten zu etablieren.

Bernhard Gruber, Gründer des Österreichischen Waldgarten-Instituts und Buchautor steht den Besuchern der Messe „Blühendes Österreich“ für Fragen um die Themen Permakultur, Waldgarten, Bodenaufbau, Terra-Preta, Alternatives Bauen mit Naturbaustoffen, Brotbackofenbauen und vieles mehr zur Verfügung. Sie können die beiden Bücher „Die kleine Permakultur-Fibel“ und „Handbuch Brotbacköfen selber bauen“ direkt beim Autor erwerben.